„Ich nehme die eine oder andere Inspiration mit nach Hause“

Philipp R. arbeitet als Projektleiter der Firma LerNetz AG als „pack & worker“ in Vancouver – Eine Zwischenbilanz nach Halbzeit.

Philipp, du arbeitest seit gut drei Wochen von Vancouver aus für LerNetz in Bern – was sind bisher deine Erfahrungen?

Der Coworking Space und die Stadt mit ihrer Nähe zum Wasser sind schlicht top! In der Downtown, dort, wo sich der Arbeitsplatz und auch die Schule befinden, lässt sich alles problemlos zu Fuss erledigen. Die Pazifikküste hat auch ihre Herausforderung: Die Zeitverschiebung von 9 Stunden muss gut organisiert sein – vor allem wenn man operativ Projekte leitet. Arbeiten, die keinen Kundenkontakt erfordern oder die Bearbeitung von strategischen Themen sind einfacher zu managen. Da kann es ja sogar von Vorteil sein, nicht direkt vor Ort zu arbeiten.

Wie können wir uns einen Tag in deinem Leben als «pack & worker» vorstellen?

Zwischen 7.00 und 8.00 Uhr bin ich im Büro. Für den Arbeitsweg nehme ich meist den Skytrain und gehe die letzten Meter zu Fuss. So lerne ich gleich noch die Stadt kennen. Am frühen Morgen ist dann viel los, weil ich mich mit den Arbeitskollegen in der Schweiz bespreche, die schon bald Feierabend haben. So um 13.30 Uhr hole ich mir im Food-Court des Bürogebäudes im UG etwas zu essen, zum Beispiel vom Japaner, und setze mich dann zu den andern in die „Kitchen“ des Coworking Space. Dort ist immer was los. Anschliessend arbeite ich noch bis ca. 17.00 Uhr und gehe dann noch etwas die Stadt erkunden, treffe mich mit Kollegen der „Swiss Canadian Chamber of Commerce“ auf ein Feierabendbier oder mache mich auf den Weg in die Sprachschule.

Was bietet dir der Coworking Space?

Eine super Atmosphäre und einen ruhigen Arbeitsplatz. Vier Mal pro Woche finden diverse Aktivitäten statt, wie zum Beispiel Vorträge mit Tipps für das Liquiditätsmanagement bei Start-ups, Cappuccino-Kurse, Bier-Tastings und so weiter. Ausserdem gibt es viele Kontakte zu anderen Firmen wie etwa zu Google, Shopify und anderen unzähligen Start-ups. Und auch für den Energiehaushalt wird gesorgt: Es gibt jeden Tag gratis Kaffee, Bier und Früchtewasser.

Wie tauschst du dich mit deinen Arbeitskollegen oder deinen Kunden aus?

Bei LerNetz ist mobil-flexibles Arbeiten bereits der normale Modus. Ich nutze häufig den Chat, Videoconferencing oder ganz klassisch das Telefon, z.B. via WhatsApp. Mit unseren Kunden arbeiten wir via Unternehmenswiki, auf dem alles Wichtige zum Projekt transparent dokumentiert ist. Auch E-Mail ist für die Kommunikation mit den Kunden natürlich immer noch ein wichtiger Kanal.

Was vermisst du am meisten beim ortsunabhängigen Arbeiten?

Die Nähe zum Team fehlt manchmal schon. Wenn man im gleichen Büro sitzt, können kleinere Tasks auch mal spontan besprochen und bearbeitet werden. Gerade bei den operativen Projekten muss die jeweilige Erreichbarkeit der Projektbeteiligten im Voraus besser geplant werden. Wobei dies ja auch im Homeoffice der Fall ist. Hier muss man einfach das kürzere Zeitfenster beachten.

Wie profitierst du von der Sprachschule?

Ich war schon vor dem Programm auf einem guten Niveau, weshalb meine Lernkurve nicht so steil verläuft wie bei einem Anfänger. Im Kurs bin ich mit netten Leuten, die bereits in Kanada arbeiten und so lerne ich gleich noch eine andere Seite von Kanada kennen. Jemand, der weniger gut Englisch kann, verbessert hier definitiv die „Conversation Skills“ und daneben ist der Kurs eine weitere Möglichkeit, Anschluss zu finden.

Kommst du als pack & worker in Kontakt mit Land und Leute?

Auf jeden Fall! Die Kanadier sind sehr offen und man kommt problemlos mit ihnen in Kontakt. Sie sind auch sehr hilfsbereit und geben gerne Tipps für Wochenend-Ausflüge und «Must-Do’s». Und es ist spannend zu sehen, an welchen Projekten die Leute arbeiten und wie sie dabei vorgehen. Ich nehme die eine oder andere Inspiration mit nach Hause.

Danke! Wir wünschen dir noch einen guten Abschluss des Programms! Mehr Eindrücke von Philipps Learning Journey auf unserem Insta-Profil: https://www.instagram.com/packandwork/