Familien-abenteuer in down under 

Ein Erfahrungsbericht von „Bijou“, welche mit Ehemann Aaron, und den Kindern Lea und Hanna als Familie für 5 Monate nach Australien gezogen sind. 

Wir sind Aaron (45), Lea (12), Hanna (6) und ich, „Bijou“ (45). Aaron ist Fachlehrer in einer Primarschule, während ich (Bijou) an einer pädagogischen Hochschule im IT-Bereich arbeite und ein paar Lektionen an einer Oberstufe im Bereich Wahlfächer unterrichte und ICT-Supporterin an einer Primarschule bin.

Die Idee, eine Auszeit in Australien zu nehmen, war schon lange mein innigster Wunsch. Australien ist schon seit meinem ersten Auslandaufenthalt in Cairns mit 18 Jahren mein Lieblingsland und es war schon immer ein Traum von mir, einmal in Australien am Meer leben zu können. Leider kamen im Laufe meines Lebens immer wieder Umstände dazwischen und so konnte ich mir diesen Traum erst jetzt erfüllen.

Als Lehrpersonen mussten Aaron und ich unbezahlten Urlaub beantragen. Um eine Bewilligung zu erhalten, mussten wir eine Stellvertretung für unsere Positionen finden. Das war eine Herausforderung, da im Januar für uns Fachlehrpersonen weder Pensum, noch Fächer, noch Arbeitstage für das nächste Schuljahr bekannt sind. Glücklicherweise fand Aaron eine passende Vertretung, während ich meine Teammitglieder dazu gewinnen konnte, meine wenigen Lektionen zu übernehmen. Um meine Stelle an der Hochschule nicht zu verlieren, erkundigte ich mich bei meinen Chef, ob es möglich wäre, eine Auszeit zu nehmen oder vielleicht sogar ein paar Aufgaben für die Hochschule von Übersee zu erledigen. Er stimmte einer Auszeit zu und hatte grundsätzlich auch nichts gegen etwas Unterstützung aus Down Under, zumal ich bereits einen Teil meiner Arbeit von zu Hause aus erledigte.

Details und Formalitäten zur Arbeit im Ausland waren uns jedoch unbekannt. Um keine Fehler zu machen, wandte ich mich an pack & work und wurde kompetent beraten. Nachdem unsere Personalverantwortliche Referenzen über pack & work eingeholt hatte, war auch sie einverstanden und schnell waren alle Formalitäten bezüglich Arbeiten im Ausland erledigt! Ein herzliches Dankeschön ans pack & work-Team!

Als Vorbereitung haben wir viel gespart und viel im Internet recherchiert, insbesondere was die Visa betrifft. (Bezüglich Visa-Optionen hat uns pack & work auch beraten). Schliesslich haben wir uns für eine Agentur entschieden, die uns beim Visa-Antrag und bei der Schulanmeldung der Töchter unterstützt hat. Neben den Gesuchen in der Schweiz für privaten Unterricht unserer Töchter (inkl. Erstellen von Lern-Plänen), mussten wir für die Schule in Australien unzählige Formulare ausfüllen, Dokumente zusammenstellen und Übersetzungen anfertigen lassen. Dazu mussten wir noch Versicherungen abschliessen, Flüge buchen, Bleibe suchen usw.. Und irgendwann hiess es, warten auf das Visum. Zwei Wochen vor Abflug haben wir es dann bekommen! Uff! Und 5 Tage vor Abflug haben wir auch noch einen netten Untermieter für unsere Wohnung gefunden… 

Eigentlich hat alles erstaunlich gut geklappt. Mitten in der Nacht wurden wir von unserem australischen Freund abgeholt, dessen Apartment wir während unserem Aufenthalt mieten können. (Die Preise für eine Airbnb-Unterkünfte waren so überrissen hoch, dass wir sie uns nicht hätten leisten können. Glücklicherweise bot uns unser Freund spontan seine Wohnung an).

Die Zusammenarbeit mit meinem Arbeits-Team zu Hause verläuft sehr gut, insbesondere weil ich meine Stelle mit einer Arbeitskollegin teile, mit der ich mich sehr gut verstehe. Wir sind ein Dream-Team! Die Herausforderungen sind die Zeitverschiebung. Eine Sitzung hatte ich beispielsweise um 23 Uhr australischer Zeit. Natürlich fehlen mir auch die Pausengespräche mit den Teamkollegen.

Die Australier (zumindest hier an der Gold Coast) stehen früh auf, da es bereits sehr früh hell wird. Um 5.30 Uhr können bereits Fitness-Gruppen-Kurse gebucht werden, Strandparks sind voller Jogger und Surfer stürzen sich ins Meer. Anschliessend trifft man sich zu einem Kaffee, einem frisch gepressten Saft oder zum Frühstück. Australier lieben «Smashed Avocados on Toast». Dann geht es zur Arbeit. Die Schule fängt kurz vor 9 Uhr an und endet spätestens um 15 Uhr. Die Schüler/-innen bleiben über Mittag in der Schule. Auch Aaron, der hier als Schreiner arbeitet, hat um 15 Uhr Feierabend und so kann der Tag mit einem Schwumm im Meer ausgeklungen werden. Um acht oder neun Uhr abends fallen uns dann aber auch schon wieder die Augendeckeln zu.

Der Hauptunterschied zum Leben in der Schweiz liegt am Wetter. Ich habe das Gefühl, wir verbringen hier mehr Zeit draussen. Ein weiterer Unterschied ist der ausgeprägte Fitness-Trend. Egal, ob jung oder alt, dick oder dünn, im Supermarkt oder im Restaurant – überall sieht man Menschen in Fitnesskleidung. Dies könnte jedoch auch spezifisch für die Gold Coast sein, wo viel Wert auf das äussere Erscheinungsbild gelegt wird und junge Frauen häufig aufgespritzte Lippen haben.

Als Familie konnten wir aus dem täglichen Hamsterrad entkommen und neue Erfahrungen sammeln. An den Wochenenden oder in den Schulferien der Mädchen haben wir Zeit für Ausflüge in der Region. Zudem ist es immer spannend, in eine neue Kultur einzutauchen. Australier leben einen Outdoor-Lifestyle (mit Wassersport, Surfen, 4WD, Campen in der Natur, Barbecues) und lieben das Einkaufen. Auch konnten unsere Töchter ihre Sprachkenntnisse verbessern und an Selbstständigkeit gewinnen.

pack & work kann ich jedem empfehlen, der einen Auslandaufenthalt mit Remote-Arbeit verbinden möchte! Für mich ist der Alltag in Down Under ruhiger als zu Hause und ich würde gerne länger bleiben!

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